Hans Spanner
öffentlich bestellter und
vereidigter Sachverständiger
der Handwerkskammer
München und Oberbayern
für Maurerhandwerk und Putz.


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Wenn Sie Ihr Haus dämmen dann aber richtig!

 

WORAUF ES BEI DER DÄMMUNG ANKOMMT

Verbraucher sollten bei der Auswahl von Dämmung und Dämmstoffen auf drei bestimmte Materialwerte achten.
Durch eine gute Wärmedämmung kann man langfristig Heizkosten sparen. Zudem unterstützt der Staat Hausbesitzer bei der nachträglichen Gebäudeisoliereng mit einem ganzen Bündel verschiedener Fördermittel und zinsgünstiger Kredite. Doch damit hinterher auch der gewünschte Spareffekt eintritt, muss man schon bei der Auswahl der Dämmstoffe auf einige Kennwerte achten. Auf diese drei Materialkennwerte kommt es an.
 
Wenn sich Verbraucher selbst auf die Suche nach der geeigneten Dämmung für ihr Haus machen, stoßen nicht wenige schnell an ihre Grenzen. Viele Menschen sind schlicht überfordert mit den Fachausdrücken und Kennzahlen.

Entscheidend für die Qualität eines Dämmstoffs sind drei Materialkennwerte. Der Baugutachter empfiehlt, bei der Auswahl der Dämmung auf die Wärmeleitfähigkeit, das Wärmespeichervermögen und das Feuchtigkeitsverhalten des Materials zu achten.

Doch was verbirgt sich hinter diesen Fachausdrücken?

1. Wärmeleitfähigkeit der Dämmung beachten.
Die Wärmeleitfähigkeit drückt aus, wie viel Wärme aus dem Haus durch die Dämmstoffe hindurch nach draußen dringt. "Eingeteilt wird sie in Wärmeleitgruppen, kurz: WLG.
Es gelte: Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser. Eine gute Dämmfähigkeit bescheinigen beispielsweise die Angaben WLG 025 bis WLG 040 auf den Materialien, eine schlechte zum Beispiel WLG 070. Die Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs werde von den Herstellern immer mit angegeben.

2. Das Wärmespeichervermögen der Dämmung sollte so hoch wie möglich sein.
Anders sehe es bei den beiden anderen Materialkennwerten aus, betont der Bausachverständige.
Sowohl das Wärmespeichervermögen als auch das Feuchtigkeitsverhalten des Dämmstoffs würden nur von einigen Herstellern angegeben. Eine Pflicht dazu gibt es für die Anbieter nicht.
Das Wärmespeichervermögen sagt aus, wie viel Wärme ein Dämmstoff speichern kann. Beeinflusst wird das Wärmespeichervermögen sowohl von den spezifischen Eigenschaften des Baustoffes selbst, als auch von dessen Dichte und seinem Gewicht. Je schwerer ein Dämmstoff ist, desto höher ist tendenziell auch sein Wärmespeichervermögen.

Worauf es bei der Auswahl und Verarbeitung des Dämmstoffs ankommt.
Geschludert wird häufig bei der Dampfbremse.
(dazu gibt es bald einen eigenen Beitrag)
Eine hohe Speicherkapazität sorgt für ein langsames Aufheizen und Abkühlen. Dementsprechend länger bleiben die Temperaturen im Raum erhalten. Durch eine Dämmung mit hohem Wärmespeichervermögen verkürzt sich die Heizperiode. Die am Tag gespeicherte Wärme reicht aus, um in kalten Frühlings- oder Herbstnächten die Innenräume warm zu halten. Die Heizung kann abgeschaltet bleiben.
Das Wärmespeichervermögen wird in Kilojoule pro Kilogramm und Grad Kelvin (kJ/(kgK)) angegeben. Je größer diese Wärmespeicherungszahl ist, desto besser sind die energetischen Eigenschaften des Dämmstoffs.

3. Feuchtigkeitsverhalten der Dämmung beachten.
Zu guter Letzt sollten Verbraucher sich das Feuchtigkeitsverhalten eines Dämmstoffes genau ansehen. Vor allem beim Dämmen von Kellerwänden und anderen Gebäudeteilen, die oft der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, ist dies entscheidend. Eindringende Feuchtigkeit setze die Dämmeigenschaften mancher Stoffe stark herab.
Das Material einer guten Dämmung müsse seine energetischen Eigenschaften unter unterschiedlichen Feuchtigkeitszuständen bewahren und schnell trocknen.
Am besten ist es, Sie lassen die Arbeiten von einem Baufachmann ausführen, dann haben Sie außer der richtigen Materialauswahl auch noch einen bis zu 5jährigen Gewährleistungsanspruch.


Hans Spanner
Bausachverständiger